Gewalt gegen Kinder

„Kleine Seele, großer Schmerz“

Mit seiner Jahreskampagne 2011 „KLEINE SEELE. GROSSER SCHMERZ“ macht der Bundesverband auf seine vielfältigen Beratungs-, Unterstützungs- und Hilfsangebote im Bereich Gewaltprävention aufmerksam. In seiner Lobbyarbeit setzt sich der DKSB seit mehr als dreißig Jahren für das Recht von Kindern und Jugendlichen auf ein gewaltfreies Aufwachsen ein und prangert Gewalt an Kindern und Jugendlichen im familiären, sozialen, institutionellen und gesellschaftlichen Rahmen an.

Kinder als Zeugen von häuslicher Gewalt

In 80-90% der Familien, in denen häusliche Gewalt zwischen den Erwachsenen vorkommt, befinden sich die Kinder im Nebenraum oder sind sogar anwesend.

Unabhängig vom Alter stellt das Miterleben von Gewalt zwischen den Eltern eine massive Belastung für die Kinder dar und kann enorme Folgen für die weitere Entwicklung der Kinder haben. Die Kinder nehmen die Gewalt mit all ihren Sinnen wahr. Sie sehen, hören und spüren die Gewalt.

Kinder, die in einer andauernden Atmosphäre von Gewalt aufwachsen, erleben eine Zerrissenheit in ihren Gefühle. Sie übernehmen häufig viel zu früh zu viel Verantwortung und sind damit völlig überfordert. Ihr Zuhause ist nicht der geschützte Ort, an welchem sie Entspannung und Kraft erfahren können. Sondern ein Ort, welcher Angst und Unsicherheit in ihnen auslöst.

Damit Kinder eine Entlastung erfahren und ermutigt werden über das Tabuthema auch mit anderen zu sprechen, haben wir gemeinsam mit anderen Düsseldorfer Institutionen die Broschüre „Was ist nebenan wieder los?“ und den Flyer „Was tun, wenn es zu Hause kracht?“ für Kinder zu dieser Thematik herausgebracht.

Zudem wird im Kinderschutzbund „Däumling“, eine therapeutische Kindergruppe zur Bewältigung von Gewalterlebnissen, durchgeführt.