September: 3 Fragen – 3 Antworten

Kurzinterview mit Oliver Targas zum Kinderrecht des Monats September:

Kinder haben das Recht auf

Hilfe in Notlagen und auf Schutz vor Vernachlässigung, Ausbeutung und Verfolgung

  1. Was bedeutet für Sie Herr Targas das „Recht auf Hilfe in Katastrophen, Krisen, Notlagen wie Armut, Krieg, Hunger und auf Schutz vor Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung“?

Das Recht auf Hilfe in Katastrophen, Krisen, Notlagen wie Armut, Krieg, Hunger und auf Schutz vor Vernachlässigung, bedeutet für mich, dass wir in der direkten Arbeit mit den Menschen mit deren Unterstützung wir betraut sind, ein besonderes Augenmerk auf diese Umstände und ihre Folgen vor allem auch für die betroffenen Kinder haben. Wir unterstützen vor diesem Hintergrund die Menschen dabei, ihren Alltag zu bewältigen, vermitteln in geeignete Fachstellen  und versuchen die familiäre Situation auch angesichts beengter Verhältnisse in den Unterkünften zu stabilisieren, um den Kindern eine sichere Umgebung zu geben. Daneben nutzten wir in der Kommunikation über unsere Arbeit die Möglichkeit, auf diese jeweils individuellen Umstände hinzuweisen und die Notwendigkeit der Unterstützung heraus zu stellen.

  1. Welche Herausforderungen/Schwierigkeiten sehen Sie bei der Umsetzung des Rechts?

Die Möglichkeiten zu Unterstützung gerade bei psychologischen Folgen krisenhafter Umstände sind mitunter limitiert, so dass ein Zugang einer längeren Vorlaufzeit bedarf. Auch wenn es in Düsseldorf gute Hilfsangebote gibt, ist Bedarf nicht immer zeitnah zu befriedigen. Daneben ist es eine fortlaufende Aufgabe  Bildungsinstitutionen (Kita, Schulen etc.) über die Fluchtursachen und über dieses Recht zu informieren, vor allem, da die Folgen abhängig von der Resilienz der einzelnen Kinder unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Es gilt dabei, sachlich zu informieren, nicht alarmistisch aber auch nicht verharmlosend.

  1. Welche Möglichkeiten sehen Sie um das Recht in seiner Umsetzung speziell in Düsseldorf zu stärken/ zu verbessern?

Es ist wichtig, auch öffentlichkeitswirksam dieses Recht zu betonen und auf seine Bedeutung für die Kinder hinzuweisen. Ein schwieriges Thema, nicht nur in Düsseldorf, ist die Nichtausstellung von Geburtsurkunden von hier geborenen Kindern solange die Eltern keine gültigen Reisedokumente des Herkunftslandes vorlegen können. Dies müsste unbedingt vereinfacht werden, weil diese Situation die Familien stark belastet.

Oliver Targas

arbeitetet bei der Diakonie Düsseldorf und ist Sachgebietsleitung der Ev. Flüchtlingsberatung in den städtischen Unterkünften und Welcome Points

WELTKINDERTAG am Haus für Kinder BLAUER ELEFANT

…heißt es am Samstag, den 21. September 2019  von

14.30 – 17.30 Uhr hinter unserem Haus für Kinder.

 Denn aus unserem Haus für Kinder BLAUER ELEFANT wird an diesem Tag der Zirkus BLAUER ELEFANT. Das erlebnisreiche Programm des Kölner Spielezirkus‘ e.V. steht unter dem Motto: Mitmachen und Mitlachen!

Vielleicht sind ja kleine Zauberer, Clowns und Akrobaten dabei, die Lust haben, ihr Talent für den Zirkus oder die vielen anderen Überraschungen, die wir vorbereitet haben, zu entdecken.

Alle Kinder – groß und klein – und ihre Eltern sind am ganz herzlich eingeladen, einen bunten Nachmittag mit dem Zirkus BLAUER ELEFANT zu verbringen!

Wir vom Kinderschutzbund Düsseldorf freuen uns sehr, Euch begrüßen zu dürfen!

Einsatzplan BLAUER ELEFANT auf Rädern September 2019

Termin Uhrzeit Veranstaltungsort Stadtteil
Montag, 2. September 2019 15:30 – 18:30 Flüchtlingsunterkunft Dudenstätter Straße Hellerhof
Freitag, 6. September 2019 15:00 – 18:00 Spielplatz „Wasserspielplatz Elbroichpark“ Holthausen
Sonntag, 8. September 2019 12:00 – 18:00 ZAKK Straßenfest Flingern
Dienstag, 10. September 2019 14:30 – 17:30 Mehrgenerationenhaus HELLGA Garath
Mittwoch, 11. September 2019 15:00 – 18:00 Spielplatz  ‘Peter- Behrensstraße‘ Garath
Donnerstag, 12. September 2019 15:00 – 18:00 Wasserspielplatz „Carlo – Schmid“ Hellerhof
Freitag, 13. September 2019 15:00 – 18:00 Spielplatz „Auf’m Rott“ Wersten
Sonntag, 15. September 2019 12:00 – 18:00 WKT am Rhein Carlstadt
Montag, 16. September 2019 15:30 – 18:30 Flüchtlingsunterkunft Dudenstätter Straße Hellerhof
Mittwoch, 18. September 2019 15:00 – 18:00 Spielplatz „Richard- Strauss- Platz“ Benrath
Freitag, 20. September 2019 15:00 – 18:00 Sommerfest Jugendetage Pempelfort
Dienstag, 24. September 2019 14:30 – 17:30 Mehrgenerationenhaus HELLGA Garath
Mittwoch, 25. September 2019 15:00 – 18:00 Spielplatz  ‘Peter- Behrensstraße‘ Garath
Donnerstag, 26. September 2019 15:00 – 18:00 Spielplatz „Schloss Mickeln“ Himmelgeist
Freitag, 27. September 2019 15:00 – 18:00 Spielplatz „Auf’m Rott“ Wersten
Montag, 30. September 2019 15:30 – 18:30 Flüchtlingsunterkunft Dudenstätter Straße Hellerhof

Kinderrecht des Monats September

Kinder haben das Recht auf

Hilfe in Notlagen und auf Schutz vor Vernachlässigung, Ausbeutung und Verfolgung

Denken wir nur einen Moment, es wäre unser Kind, das dort in einem fremden Land ums Überleben kämpft, alleine… Allein der Gedanke daran ist kaum auszuhalten, aber genau darum geht es.

Wir alle können uns nicht vorstellen, was die Kinder, die heute in unserer Gemeinschaft leben „wollen“, in den letzten Wochen und Monaten erlebt haben. Viele sind hier ohne ihre Familien. Wir können nur versuchen alles uns mögliche zu tun, diese Kinder zu unterstützen, zu beschützen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie hier willkommen sind und bleiben dürfen, dass sie nicht alleine sind und dass ihnen geholfen wird. Für diese Kinder geht es auch Monate und Jahre nach der Flucht ums Überleben.

Kinder nach der Flucht haben ein Recht auf Familie, demnach setzt sich der DKSB Bundesverband für eine schnelle Familienzusammenführung zum Wohle der Kinder ein.

Zudem haben auch geflüchtete Kinder in Deutschland ab ihrem 1.Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte. Der Kinderschutzbund hat sich in seinen Einrichtungen auf sie besonders eingestellt. Gemeinsam mit anderen Kindern spielen, lernen, am Leben teilhaben können, sich entwickeln und auch auf diese Weise wachsen, das wünscht sich der DKSB traditionell für jedes Kind. Deshalb unterstützt er geflüchtete Kinder auch mit speziellen Spiel- und Lernangeboten.

… und am meisten lernen wir alle von Menschen, die anders denken als wir!