Gemeinsam stark in der Zeugnisphase: Zuhören, entlasten, unterstützen

Die Ausgabe der Halbjahreszeugnisse (in NRW am 6. Februar 2026) ist für viele Kinder und Jugendliche eine besonders sensible Zeit. Leistungsdruck, Selbstzweifel, Konflikte im sozialen Umfeld oder Erfahrungen mit Mobbing treten häufig verstärkt auf – und können junge Menschen emotional stark belasten.

Anlässlich der Zeugnisphase machen Nummer gegen Kummer e.V. und die Bundesschülerkonferenz (BSK) auf diese wachsenden psychischen Belastungen aufmerksam. Schule ist längst nicht mehr nur ein Ort der Wissensvermittlung: Lehrkräfte sollen zuhören, unterstützen, Konflikte auffangen und gleichzeitig den Bildungsauftrag erfüllen. Doch viele stoßen dabei an ihre Grenzen.

Das Deutsche Schulbarometer 2025 zeigt, dass viele Lehrkräfte zusätzlichen Fortbildungsbedarf im Umgang mit psychischen und sozialen Herausforderungen sehen. Gleichzeitig fehlt es an vielen Schulen an ausreichender schulpsychologischer Unterstützung. Für Schüler*innen bedeutet das oft: Sie bleiben mit Stress, Druck oder starken Gefühlen allein.

Gerade hier sind niedrigschwellige, anonyme und kostenlose Beratungsangebote besonders wichtig. Nummer gegen Kummer e.V. bietet Kindern, Jugendlichen und Eltern einen geschützten Raum, um über ihre Sorgen zu sprechen – unabhängig von Noten, Bewertungen oder Erwartungen. Besonders in der Zeugnisphase, wenn schulischer Druck auf familiäre Spannungen trifft, kann ein offenes Ohr entscheidend sein.

Auch wir, als Team des Kinderschutzbundes Düsseldorf, sind Teil dieses Angebots:
Unsere speziell geschulten, überwiegend ehrenamtlichen Berater*innen sind montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der Nummer 116 111 für Kinder und Jugendliche erreichbar – anonym, kostenlos und vertraulich.

Auch wir als Kinderschutzbund Düsseldorf wissen: Mentale Gesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Zeugnisse dürfen nicht darüber entscheiden, wie wertvoll sich junge Menschen fühlen oder wie sie ihre Zukunft einschätzen. Was es braucht, sind Verständnis, Gesprächsbereitschaft und verlässliche Unterstützungsangebote – in der Schule, im familiären Umfeld und darüber hinaus.

Niemand muss mit Sorgen allein bleiben.
Zuhören, entlasten, unterstützen – gerade jetzt.

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