Oktober: 3 Fragen – 3 Antworten

Kurzinterview mit Jessica Szopinski zum Kinderrecht des Monats Oktober:

Kinder haben das Recht auf

eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause

  1. Was bedeutet für Sie, Frau Szopinski, das Kinderrecht: „Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause“?

Dass Kinder die Möglichkeit haben beide Eltern liebhaben zu können, selbst wenn diese nicht mehr ein Paar sind. Kinder  sollten von  ihren Eltern wertschätzend behandelt werden und sich nicht aus Sorge oder Verlustangst mit einem Elternteil  loyalisieren müssen.

  1. Was erleben Kinder in Trennungs- und Scheidungssituationen?

Oft scheint es als müssten sich Kinder für  ein Elternteil entscheiden, nur weil sich die Eltern trennen. Sie sollen Partei ergreifen und damit belegen, wer das bessere Elternteil ist.

  1. Wieso sind beide Elternteile so wichtig für Kinder?

Für eine gesunde psychische Entwicklung ist es immens wichtig, von beiden Eltern geliebt und wahrgenommen zu werden und auch beide lieben zu dürfen. Denn schließlich steckt in jedem Kind dieser Welt ein Teil Mutter und ein Teil Vater. Und jedes Kind ist nur durch beide Teile komplett.

Jessica Szopinski

ist Dipl.-Sozialpädagogin und begleitet seit 12 Jahren Familien in schwierigen Trennungs- und Scheidungssituationen beim Deutschen Kinderschutzbundes e.V. in Düsseldorf

Einsatzplan BLAUER ELEFANT auf Rädern Oktober 2019

Termin Uhrzeit Veranstaltungsort Stadtteil
Mittwoch, 02. Oktober 15:00 – 18:00 Spielplatz „Richard- Strauss- Platz“ Benrath
Freitag, 04. Oktober 15:00 – 18:00 Spielplatz „Wasserspielplatz Elbroichpark“ Holthausen
Montag, 07. Oktober 16:00 – 19:00 Abenteuer Erlebniswoche Hassels Hassels
Montag, 14. Oktober 15:30 – 18:30 Flüchtlingsunterkunft Dudenstätter Straße Hellerhof
Mittwoch, 16. Oktober 15:00 – 18:00 Spielplatz „Richard-Strauss- Platz“ Benrath
Donnerstag, 17. Oktober 15:00 – 18:00 Wasserspielplatz „Carlo – Schmid“ Hellerhof
Freitag, 18. Oktober 15:00 – 18:00 Spielplatz „Wasserspielplatz Elbroichpark“ Holthausen
Dienstag, 22. Oktober 14:30 – 17:30 Mehrgenerationenhaus HELLGA Garath
Mittwoch, 23. Oktober 15:00 – 18:00 Spielplatz  ‘Peter- Behrensstraße‘ Garath
Donnerstag, 24. Oktober 15:00 – 18:00 Spielplatz „Schloss Mickeln“ Himmelgeist
Freitag, 25. Oktober 15:00 – 18:00 Spielplatz „Auf’m Rott“ Wersten

Kinderrecht des Monats Oktober

Kinder haben das Recht auf

eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause

Die Liebe ist am Ende – ein Paar trennt sich. Diese Entscheidung bringt das Leben aller Familienmitglieder durcheinander, besonders das der Kinder.

Sie fühlen sich zwischen ihren Eltern hin- und hergerissen. Viele bedrückt die Sorge, dass sie sich für einen der beiden entscheiden müssen. Das müssen sie nicht und eine ganz wichtige Aufgabe der Eltern bleibt es, genau diese Last von den Schultern der Kinder zu nehmen: „Du bist nicht schuld, dass wir uns als Paar getrennt haben und wir bleiben deine Eltern, ein Leben lang!“ Es ist wichtig, dass Kinder das gesagt bekommen

Kinder haben das Recht, nach einer Trennung weiterhin regelmäßigen Kontakt zu beiden Elternteilen zu haben – außer ihr Wohl wird dadurch massiv beeinträchtigt. So steht es in der UN-Kinderrechtskonvention und im Bürgerlichen Gesetzbuch. Für zerstrittene Ex-Paare, die nicht mehr miteinander reden können oder wollen und für ihre Kinder Hilfe suchen, gibt es vielfältige Unterstützungsangebote. Das Ziel ist, dass beide Elternteile  im Alltag der Kinder präsent bleiben und Mädchen und Jungen zu ihrem Recht kommen können.

(Quelle: Menschens-Kinder! – Das Magazin des DKSB, NRW, Ausgabe 1/2017)

Global Brunch im zakk zum Thema „Kinderrechte“

Die im Herbst 2018 im zakk gestartete Frühstücksreihe Global Brunch geht in die 2. Runde und widmet sich wieder ausgewählten Themen der global nachhaltigen Entwicklungsziele. Bei einem fairen Frühstück wird ein Thema vertieft und anschließend in lockerer Atmosphäre darüber diskutiert.

Am Sonntag, den 6. Oktober wollen wir uns mit dem Thema Kinderrechte auseinandersetzen.

Wie sieht es tatsächlich mit der Situation von Kindern und ihren Rechten aus? Noch immer leben Millionen von Kindern in Armut – auch hier im reichen Deutschland. 2019 steht im Jahr der Kinderrechte. Deshalb wollen wir uns beim Brunch am 6.10.19 dem Thema Kinder und ihre Rechte widmen.

Über Kinderrechte spricht Ansgar Sporkmann vom Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Düsseldorf e.V. Als Lobby für Kinder setzt sich der Kinderschutzbund seit über 50 Jahren für Kinder und ihre Rechte ein.

Das Frühstück wird vom Verein Kin-Top e.V., Kinder in Topform, serviert. Der Verein setzt sich seit 2003 für die erfolgreiche soziale Integration von Kindern und Jugendlichen ein, insbesondere durch Förderung und Bildungsprojekte.

Der Eintritt kostet 6€ für Frühstück und Vortrag.

September: 3 Fragen – 3 Antworten

Kurzinterview mit Oliver Targas zum Kinderrecht des Monats September:

Kinder haben das Recht auf

Hilfe in Notlagen und auf Schutz vor Vernachlässigung, Ausbeutung und Verfolgung

  1. Was bedeutet für Sie Herr Targas das „Recht auf Hilfe in Katastrophen, Krisen, Notlagen wie Armut, Krieg, Hunger und auf Schutz vor Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung“?

Das Recht auf Hilfe in Katastrophen, Krisen, Notlagen wie Armut, Krieg, Hunger und auf Schutz vor Vernachlässigung, bedeutet für mich, dass wir in der direkten Arbeit mit den Menschen mit deren Unterstützung wir betraut sind, ein besonderes Augenmerk auf diese Umstände und ihre Folgen vor allem auch für die betroffenen Kinder haben. Wir unterstützen vor diesem Hintergrund die Menschen dabei, ihren Alltag zu bewältigen, vermitteln in geeignete Fachstellen  und versuchen die familiäre Situation auch angesichts beengter Verhältnisse in den Unterkünften zu stabilisieren, um den Kindern eine sichere Umgebung zu geben. Daneben nutzten wir in der Kommunikation über unsere Arbeit die Möglichkeit, auf diese jeweils individuellen Umstände hinzuweisen und die Notwendigkeit der Unterstützung heraus zu stellen.

  1. Welche Herausforderungen/Schwierigkeiten sehen Sie bei der Umsetzung des Rechts?

Die Möglichkeiten zu Unterstützung gerade bei psychologischen Folgen krisenhafter Umstände sind mitunter limitiert, so dass ein Zugang einer längeren Vorlaufzeit bedarf. Auch wenn es in Düsseldorf gute Hilfsangebote gibt, ist Bedarf nicht immer zeitnah zu befriedigen. Daneben ist es eine fortlaufende Aufgabe  Bildungsinstitutionen (Kita, Schulen etc.) über die Fluchtursachen und über dieses Recht zu informieren, vor allem, da die Folgen abhängig von der Resilienz der einzelnen Kinder unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Es gilt dabei, sachlich zu informieren, nicht alarmistisch aber auch nicht verharmlosend.

  1. Welche Möglichkeiten sehen Sie um das Recht in seiner Umsetzung speziell in Düsseldorf zu stärken/ zu verbessern?

Es ist wichtig, auch öffentlichkeitswirksam dieses Recht zu betonen und auf seine Bedeutung für die Kinder hinzuweisen. Ein schwieriges Thema, nicht nur in Düsseldorf, ist die Nichtausstellung von Geburtsurkunden von hier geborenen Kindern solange die Eltern keine gültigen Reisedokumente des Herkunftslandes vorlegen können. Dies müsste unbedingt vereinfacht werden, weil diese Situation die Familien stark belastet.

Oliver Targas

arbeitetet bei der Diakonie Düsseldorf und ist Sachgebietsleitung der Ev. Flüchtlingsberatung in den städtischen Unterkünften und Welcome Points