30. April – Tag der gewaltfreien Erziehung

Intendant der Tonhalle Michael Becker (links) und 1. Vorsitzender des Kinderschutzbundes Düsseldorf Dr. Hauke Duckwitz (rechts) weihen das Banner anlässlich des Tages der gewaltfreien Erziehung an der Tonhalle ein ©Susanne Diesner

Heute am 30. April ist wieder der Tag der gewaltfreien Erziehung. Dieser soll die Verantwortung der gesamten Gesellschaft für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in den Fokus rücken. Ein Gutachten im Auftrag des Bundesfamilienministeriums von 2018 belegt, dass immer mehr Jugendliche in ihren Familien gewaltfrei aufwachsen. In Schülerbefragungen ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen, die keine Gewalt in ihrer Kindheit erlebten, von 43 Prozent auf gut 60 Prozent gestiegen. Parallel dazu wenden Eltern zunehmend positive Erziehungsstile an, insbesondere hinsichtlich emotionaler Zuwendung. Verbunden damit sinkt die Akzeptanz von Gewalt, auch unter Gleichaltrigen. All dies macht klar, dass Prävention wirkt.

Im Umkehrschluss bedeuten diese Zahlen aber auch, dass fast 40 Prozent aller Kinder und Jugendlichen noch immer Gewalt in ihrer Kindheit erleben, deshalb sind weitere Anstrengungen notwendig. Schließlich haben Kinder in Deutschland ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig. So steht es – nach langen Bemühungen von Organisationen wie dem Kinderschutzbund – seit 2000 im Bürgerlichen Gesetzbuch. Denn: „Ein Schlag gegen Kinder ist ein Schlag gegen unsere Gesellschaft. Kinder, die gewaltfrei aufwachsen, werden Erwachsene, die Konfliktsituationen gewaltfrei lösen – und damit zu verantwortungsvollen Bürger*innen, die unsere Zivilgesellschaft stärken. Ein hohes Gut, das gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen unserer Zeit nicht zu unterschätzen ist“, so unser Präsident Heinz Hilgers.

Alle im Kinderschutz Tätigen sind derzeit besonders aufmerksam. Denn die Kita- und Schulschließungen führen zu einer verminderten sozialen Aufmerksamkeit und dem Fehlen von außerfamiliären Ansprechpartner*innen und Unterstützer*innen. Kinder und Eltern dürfen gerade jetzt nicht allein gelassen werden. Daher wollen wir das Thema noch sichtbarer machen und auch unter den aktuellen Umständen weiter für die Eltern und Kinder unserer Stadt da sein.

Kostenloser Online-Workshop zur gewaltfreien Erziehung

Der Kinderschutzbund Düsseldorf bietet am Tag der gewaltfreien Erziehung, 30. April, einen kostenfreien Online-Workshop für Eltern an. Mit der Idee der ANLEITENDEN ERZIEHUNG vermitteln die Kurse eine Haltung, die Eltern hilft, auch bei Konflikten und Streit ihre elterliche Präsenz zu behalten – ohne Gefühle von Hilflosigkeit oder Ohnmacht, die nur zu unbedachten Reaktionen verleiten.

Sonderausgabe des Familiencafé-Newsletters

Wir möchten diesen besonderen Tag zum Anlass nehmen, um eine themenspezifische Sonderausgabe unseres Newsletters zu veröffentlichen, weil uns das Thema “Gewaltfreie Erziehung” sehr am Herzen liegt und euch sicher auch.

Kampagne #gewaltfreierziehen

Seit gestern ist das Aktionsmotiv #gewaltfreierziehen auch auf einem Großbanner an der Tonhalle, auf den Bildschirmen der Rheinbahn und auf der großen Medienwand des Landtags zu sehen.

Alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind aufgerufen, um den 30. April herum ein deutliches Zeichen für eine gewaltfreie Erziehung zu setzen und ihr

Profilbild auf Social Media mit dem Hashtag #gewaltfreierziehen zu versehen. Denn auch in aktuellen Zeiten erfährt noch immer knapp ein Drittel aller Kinder in Deutschland Ohrfeigen als Erziehungsmaßnahme.

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